FWG-Stadtverordnete: Mehr Angebote für Jugendliche nötig!

FWG-Stadtverordnete: Mehr Angebote für Jugendliche nötig!
Simone Orlik

Das von dem City-Manager vorgelegte Papier zur Situation der Melsunger Jugendlichen sei unzureichend und mit der sogenannten „heißen Nadel“ gestrickt. Diese Auffassung vertritt FWG-Stadtverordnete Simone Orlik. In den Melsunger Vereinen wie dem MT, dem Fußballverein MFV 08 oder dem SG 09 Kirchhof werde aktiv wertvolle Jugendarbeit betrieben.

Auch die Haspel sei eine nicht wegzudenkende Einrichtung, die sich an Jugendliche wendet, die sich keinem Verein anschließen möchten. Orlik begrüßte es, dass die Stadt Melsungen die Jugendarbeit der Vereine und der Haspel mit Haushaltsmitteln unterstütze. Gerade das Freizeitangebot der Haspel werde von vielen Jugendlichen in Anspruch genommen, wie auch das Sommerprogramm wieder zeigen würde. Hinzu kommen die Freizeitangebote der Kirchen, die ebenfalls attraktive Angebote für Kinder und Jugendliche unterbreiten würden.

Nach Meinung von Simone Orlik muss Öffentlichkeitsarbeit für Melsungen verbessert werden. Ein „Social-Media Manager“, der nach den Worten von City-Manager Okrafka bei der Stadt Melsungen eingestellt werden soll, wäre aber ein voreiliger Schritt. „Ein Social Media-Manager macht nur dann Sinn, wenn man eine breite Zielgruppe ansprechen will, die über Melsungen hinausgeht und es schafft, die Themen von Stadt, Tourismus und Einzelhandel auf gemeinsamen Kanälen zu bündeln.“ Die Jugendlichen seien dabei nur eine der vielen Zielgruppen.

Jugendliche ins Boot holen

Simone Orlik fordert, gerade die Jugendlichen beim Thema „Soziale Medien/Webseiten“ stärker mit ins Boot zu holen. Viele Jugendliche verfügen heute über hervorragende Kenntnisse auf diesem Gebiet, die sich nutzen lassen. Gemeinsam mit einem Experten könnte sich in Zusammenarbeit mit den ansässigen Schulen eine AG bilden, in der die Jugendlichen ein Kommunikationskonzept für ihre eigene Zielgruppe entwickeln und dieses online aufbauen und betreuen. Vorteil: So schnuppern die Schüler direkt in einen möglichen Berufszweig und lernen Chancen, aber auch Risiken des Online-Geschäfts kennen. Orlik kritisierte auch die Erwähnung der Shisha-Bar in der Innenstadt als einen Ort für Jugendliche. Inzwischen stehe zweifelsfrei fest, dass das Rauchen auch von Wasserpfeifen gesundheitsschädigend sei.

FWG-Stadtrat Martin Gille stimmte Bürgermeister Boucsein zu, dass die Stadt Melsungen für Jugendliche attraktiver gemacht werden solle. Der Bürgermeister sei allerdings in der Pflicht, Ideen zu entwickeln statt sich nur nebulös zu äußern.

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